Altes Handwerk

Im Bereich der historischen Materialien und Verfahren haben wir mit Kasein‐Wandfarbe experimentiert, diese selbst hergestellt, verschiedene Variationen ausprobiert und beim Renovieren der Werkstatt, eines Lagerkellers und eines Wohnraumes auch verwendet.

Der zweite für uns interessante Werkstoff ist Lehm, der sich reichlich auf unserem Grundstück befindet und schon nach wenigen Spatenstichen frei zur Verfügung steht.  Hier haben wir beim Bau einer kleinen Schwitzhütte schon Erfahrung mit der baulichen Verwendung eines Gemisches aus Stroh und Lehm gewonnen. Für den Ausbau einer Sidhe (Schwitzhöhle) in den Kellerräumen des Haupthauses haben wir zugekauften und teilweise auch fertig angemischten Lehm verwendet. Entstanden sind dabei Decken‐ und Wandverputze sowie ein Stampflehmboden dem noch Korkgranulat beigemischt wurde.

Fachwerkbau ist ein weiteres Thema. Einige der nachträglich eingebauten Zwischenwände im Vereinsheim sind aus einer Balken‐Fachkonstruktion errichtet worden. Mangels Erfahrung und passender Werk‐Einrichtung sind die Balkenverbindungen allerdings „modern“ mit Metallverbindungen hergestellt worden.

Auch alte Haushaltstechniken werden von uns erprobt. „Was Großmutter noch wusste“ sind die Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, Einkochen und Eindicken, Ansatzschnäpse und getrocknete Kräuter mit all dem was aus unserem Gartenbereich zur Verfügung steht.

Auch Salben, Tinkturen, Cremes und Seifen stellen wir immer wieder gerne selbst her, insbesondere Tinkturen aus den uns überlieferten druidischen Kräutern die wir zu Raumsprays verarbeiten.

Esel – wie alles begann

Gefährdete Tierarten finden regelmäßig den Weg in Presseberichte und Veröffentlichungen der verschiedenen Schutzorganisationen. Eine schier nicht mehr überschaubare Mengen an Tieren weltweit ist vom Aussterben bedroht, oder sogar bereits für immer verschwunden.

Vieles davon eine Folge der expandierenden und profitorientierten Lebensweise des Menschen.

Einen kleinen Teil davon machen die bedrohten Nutztierarten aus, die noch vor wenigen Jahrzehnten zahlreich in der Landwirtschaft zu finden waren. Mittlerweile hat sich auf vielen Bauernhöfen die Artenvielfalt auf eine Art Kuh, ein Schwein, ein Schaf, ein Huhn reduziert. Die Auswahl der Rassen erfolgt nach den Kriterien von Produktivität und niedrigem Preis.

Das kulturelle Erbe für die uns nachfolgenden Generationen wird so immer dünner und die Anpassungsfähigkeit an sich zukünftig ändernde Umweltbedingungen geht nachhaltig verloren.

Eben diese Werte und Anpassungsfähigkeit, oder modern auch „Biodiversität“ sind unserer Meinung nach einer der Schlüssel für die Wichtigkeit von Brauchtumspflege – nicht nur als reiner Arterhalt, sondern auch als Erhalt von Werten, Kenntnissen und Entwicklungen. Nicht als reine „Liebhaberei“, sondern als aktiver Leistungsbeitrag am Ökosystem und für das menschliche Wohlergehen.

Auf diesen Grundlagen hat unser Arbeitskreis Tierkunde sich mit den Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung auseinandergesetzt. Wir wollten aktiv werden und haben uns für eben diese großen Zottelohren entschieden, weil alle beteiligten Vereinsmitglieder einhellig „Ja“ sagten.

Wir mögen Esel

Wir mögen ihre Gutmütigkeit, ihren Starrsinn, ihre Gelehrigkeit und ihre Feinfühligkeit

Sie regen zum Kuscheln an und sind gute Zuhörer und wir lieben ihr Fell, ihre langen Ohren und ihre weichen Mäuler

Esel sind eine sehr ursprüngliche Art und nach bisherigen Erkenntnissen die zweite Nutztierrasse der Menschheitsgeschichte, zuerst im 4. Jahrtausend v. Chr. im Nildelta domestiziert.

Unsere Poitou-Esel gehören zu den Großeseln und wurden in Frankreich hauptsächlich eingesetzt, um mit Kaltblutpferden gekreuzt sehr große, starke Maultiere zu züchten.

Und eben aus Frankreich, also aus unserer direkten Nachbarschaft, kamen unsere ersten beiden Poitou-Esel-Stuten zu uns.

Inzwischen haben wir zwei eigene Fohlen dazu bekommen und damit zum Erhalt dieser Rasse beigetragen. Die Vermehrung ist sehr kostenintensiv, jedes Fohlen kostet den Verein etwa 2000€ für Transport und Unterkunft der Stute, Decktaxe, Gebühren für Papiere, Tierarztkosten. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen.

Seit Februar 2018 sind wir Mitglied bei Vieh e.V., mit der Anerkennung als Nutztier-Arche-Avalon und haben die Hofnummer 90.

Wir und unsere Esel freuen uns über jede Spende. Unser Konto: IBAN DE085 409 000 000 811 967 37

Wer bei der Überweisung in den Verwendungszweck Namen und Adresse einträgt, bekommt postalisch eine Spendenquittung zugesandt, sobald die Spendenhöhe 5€ übersteigt. Spenden ohne bestimmte Verwendungsangabe dienen der Vereinsförderung allgemein, „Eselspenden“ werden  ausschließlich für Unterhalt und Zucht unserer Esel verwendet.

Das Gelände

Das ganze Vereinsgelände besitzt etwa 5000m², davon sind 1200m²  voll erschlossen. Vier Gebäude stehen hier bereits.

Die meisten Arbeiten werden von den Mitgliedern selbst erledigt, sowohl im Haus, als auch auf dem Gelände.

Unsere „Hausweide“ wird im Winter von unseren Eseln bewohnt. Auf der großen Fläche findet sich auch noch ein Nutzgarten, ein Auslauf für unsere Hunde, einige Versuchsfelder für den Anbau von Nicht-hybriden Feldfrüchten, ein Feuerkreisplatz, die Ruine unserer ersten Schwitzhütte, , Holzlagerplätze und viele Obstbäume.

Historisches

Um einschätzen zu können, wie viel ehrenamtliche Arbeit die Mitglieder in unser Haus gesteckt haben  seht ihr hier eine kleine Bildergalerie aus den Anfängen:

 

 

 

Es hat sich Vieles getan seither, die unterschiedlichsten Bauarbeiten in allen Bereichen hier in einem kleinen Überblick: