Unser Januar 2024

Wettertechnisch hat der Januar ja wirklich alles geboten. Von Schnee und Frost bis Blitzeis zu frühlingshaftem Dauerregen, um dann noch ein paar Winterorkane und noch mehr Regen aus dem Hut zu ziehen.

Mittendrin im Glatteis ist uns das Streugut ausgegangen. Unser Grundstück hat ziemlich viel Gehweg rundherum zum Abstreuen, da geht schon einiges an Split weg, wenn bei Glatteis dick gestreut werden muss. Auf dem Hof haben wir uns mit Stroh geholfen. Einfach den Eseln einen Sack entwendet und in dünner Schicht auf dem Steinpflaster ausgebreitet. Das hilft erstaunlich gut, sogar bei Blitzeis.

Bei unserem Kalimero mussten wir allerdings etwas mehr auffahren. Dieser hatte sich am frühen Morgen im Betonbereich des Paddocks hingelegt. Als er aufstehen wollte, war nur mittlerweile der Regen auf den gefrorenen Boden gefallen und er lag auf einer spiegelnden Eisfläche und kam nicht mehr auf die Beine. Als wir ihn zur Frühversorgung fanden, lag er etwa vier Stunden auf dem kalten Boden in seinem Kot und Urin. Bei seinen Aufstehversuchen rutschte er weg und geriet mit den Hufen in die Stangen des metallenen Außentores. Ganz großes Kino!

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Unser Dezember 2023

Wintersonnenwende
Zur Wintersonnenwende haben wir Freunde und Nachbarn eingeladen und an unserer großen, selbstgebauten Tafel gemeinschaftlich den Abend verbracht. Dass es Knoblauchsuppe mit frischem Brot, Ente und zum Nachtisch Zimtparfait zu essen gab, sei nur ganz nebenbei erwähnt. Wir haben schließlich festgestellt, dass die meisten unserer Beschreibungen über unsere Jahreskreisfeste sich um die köstlichen Mahlzeiten drehen, die wir dabei genossen haben. „Die Leser denken bestimmt, wir würden zu den Festen nur essen“.
Die Menge und Auswahl an Speisen zu den Festtagen ist schon seit alters her ein Zeichen für die Gesundheit und Stabilität der Gemeinschaft gewesen. Zu bestimmten Festen wurde dabei auf Fleisch verzichtet, zu anderen gab es besonders viel Obst oder Süßspeisen. Für uns ist das Teil der Tradition der einzelnen Feste, für die Ahnen war es schlicht ein Teil des Lebens, dass es die Lebensmittel nur zu bestimmten Zeiten gab. Und wir essen gerne. Besonders gerne essen wir natürlich lecker und nur zu den großen Festen geben wir dafür auch mehr Geld aus. Außerdem wird gerne schön dekoriert und wir mögen es auch, wenn wir Kerzen oder sogar ein Feuer brennen haben.

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Der Spurenfinder

Buchtipp (und Hörbuchtipp)

Der Spurenfinder von Marc-Uwe, Johanna und Luise Kling

Buchbeschreibung bei Amazon:
»Elos von Bergen war der berühmteste Spurensucher der Verlorenen Provinzen. Er war es, der das Rätsel des Obelisken von Tarnok löste. Er brachte der Gräfin von Oberlinden ihren Greifen zurück. Er fing den Traummörder von Altschwanenberg. Wobei Elos sich nie selbst als Spurensucher bezeichnet hätte. Elos von Bergen war Spurenfinder. Er beliebte zu sagen: Spuren suchen kann ja jeder. Auf das Finden kommt es an.«

Elos von Bergen hat das Spurenfinden eigentlich an den Nagel gehängt, seit ein Fall mit einem nachtragenden Nachtmagier ihn und seine Kinder Ada und Naru fast das Leben gekostet hätte. Darum wohnen die drei nun seit einigen Jahren in Friedhofen, dem verschlafensten Dorf des gesamten Königreichs. Dort arbeitet Elos – sehr zum Leidwesen der Kinder, die sich in dem Kaff unsäglich langweilen – an der Niederschrift seiner zwanzigbändigen Memoiren. Doch dann geschieht ausgerechnet in Friedhofen ein rätselhafter Mord, der den Spurenfinder in den verzwicktesten Fall seines Lebens hineinzieht. Und wenn er glaubt, seine Kinder würden derweil zu Hause bleiben und Däumchen drehen, täuscht er sich gewaltig. „Der Spurenfinder“ weiterlesen

Unser November 2023

Im November haben wir hauptsächlich im Außenbereich an der Befestigung der Winterweide für die Esel gearbeitet. Mehr dazu findet ihr im Eselbericht.
Der Weg durch den Garten ist nun mit Gehwegplatten befestigt und unsere selbst gegossene Betonrampe hält auch bombig.

Das Haus ist wieder in den Winterschlaf gegangen:
Die Kellerluken sind verschlossen, Thermovorhänge sind vor die alten Fenster gehängt, die Heizkörper sind entlüftet und genug Holz ist eingelagert, um die zusätzlichen Einzelöfen betreiben zu können.

Zu St. Martin sind wir in diesem Jahr mit Soupline den Kindern vorangegangen. Sie hat das ganz fabelhaft gemacht und sich weder durch das offene Feuer noch durch die singenden Kinder beunruhigen lassen. Es war kalt, es war nass, aber wir hatten viel Spaß. Wir sind sicher der einzige St. Martin Umzug in der Pfalz, der einen echten Esel dabei hat.

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Unsere Esel im November 2023

Fionn und Kyan (liegend)

Strohpellets für den Winterstall

Anfang November haben wir 975 Kilogramm Strohpellets besorgt. Mit einem geliehenen Transporter unserer Nachbarn fuhren wir zum Händler. Dort wurde die Palette direkt in den Transporter geladen. Zu Hause mussten wir dann die Pellets mit viel Muskelkraft in den Stall bringen.

Wer uns schon länger folgt, weiß, dass unser Winterstall aus zwei Bereichen mit einem großen Paddock dazwischen besteht. In beiden Bereichen haben wir Eseltoiletten angelegt, die wir vorher gereinigt und dann mit Strohpellets aufgefüllt haben. Unter das Material haben wir Wasser mit effektiven Mikroorganismen gemischt, die den Boden verbessern. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese säuerliche “Kompostsuppe” die Einstreu schneller kompostieren lässt und den Geruch mindert.

Die Einstreu hat noch weitere Vorteile. Das Ausmisten ist deutlich einfacher und es fällt viel weniger Mist an als bei der klassischen Stroheinstreu. Außerdem trocknen die Pellets die Hufe der Esel stark aus, was bei dem regnerischen Wetter ideal ist.

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Wir im Oktober 2023

Es ist uns wieder gelungen, einen Eselkalender zu erstellen. Ab Mitte November können wir ihn voraussichtlich versenden.
In diesem Jahr ist er A4 hochkant, mit sehr hochwertigem Bilderdruckkarton glänzend 250g, silbergrauer Spiralbindung mit Drahtaufhänger und Kartonrücken. Um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden, bestellen wir die Kalender standardmäßig OHNE Kunststoffdeckblatt und OHNE Einzel-Folienverpackung.
Ihr könnt ihn zum Preis von 16 Euro zuzüglich Versandkosten bei uns bestellen über hofladen@avalonorden.de
Alle Einnahmen abzüglich der Produktions- und Versandkosten gehen zu den Eseln. Mit diesem besonderen Geschenk für Euch oder Eure Liebsten unterstützt ihr also unsere Esel direkt.

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Unsere Esel im Oktober 2023

Kaum wurde das Wetter herbstlich, beschlossen unsere Esel, dass es ihnen auf der Weide nicht mehr gefiel. An drei Stellen nacheinander wurde der Zaun zerstört und sie gingen auf Wanderschaft nach Hause. Beim dritten Mal hatten wir dann die Nase voll: Es war mitten in der Nacht, nur fünf Esel waren angekommen und den sechsten suchten wir im Dunkeln, mit Taschenlampen, bis der „Trödel“ dann irgendwann von alleine auftauchte.
Ganz offensichtlich hätte nur Strom auf dem Zaun unseren Langohren Paroli bieten können. Doch da wäre der Arbeitseinsatz noch einmal immens geworden, um alles freizuschneiden und gleich noch einige Zaunpfosten zu ersetzen.

Also ging es ab auf die heimische Weide, wo wir gerade dabei waren, die beiden Weidezelte umzusetzen. Eben erst hatten wir den Zaun weitestgehend auf Vordermann gebracht und wollten zudem Paddockmatten mit entsprechendem Unterbau auslegen. Das natürlich am liebsten ohne Anwesenheit der Esel, um in Ruhe arbeiten zu können. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

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Wir im September 2023

Der September stand bei uns seit Bestehen des Vereinsheims im Zeichen der Wintervorbereitung. Wie voll ist der Gastank? Sind alle Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen? Ist die Winterunterbringung der Esel in Ordnung? Müssen die Heizungen nochmal gewartet werden? Ist genug Brennholz für die Holzöfen eingelagert?
Ehrlich, wir haben uns noch nie im September hingesetzt und festgestellt. „Ach, alles ist ja schon erledigt“. Wir haben uns sagen lassen, wer ein altes Haus selbst renoviert, der muss sich an sowas gewöhnen. Weil immer irgendwas dazwischen kommt, oder etwas mehr Arbeit macht als geplant. Oder, wie in den vergangenen Jahren, eine Baumaßnahme um so viel teurer wurde, dass Anderes nicht mehr gemacht werden konnte.
Immerhin, in einem Teil unseres Gemeinschaftsraumes ist die Decke nun sauber verputzt und abgeschliffen worden, dass wir bald anfangen können sie zu streichen. Wir wollen Latexfarbe verwenden, wegen der Dünste vom Kochen und sie mit der Spritzpistole auftragen. Ein Farbspritzgerät für normale Farbe und für Lack hat im Sommer den Weg in unsere Werkstatt gefunden und an anderen Stellen schon gute Dienste geleistet. Wir hatten damit Holzschutzlack auf die meisten unserer Außentüren aufgesprüht und waren wunderbar schnell fertig. „Wir im September 2023“ weiterlesen

Reiseregeln

Wenn ein Schamane reist, betritt er Welten, in denen er nur Gast ist. Allgemeine „Regeln“ schützen ihn dabei und legen gleichzeitig eine Wiedererkennbarkeit verschiedener Abläufe fest. So wird die Interpretation des Geschehenen vereinfacht und der Reiseerfolg ist somit wahrscheinlicher.
Nun begibt sich ein Laie in der schamanistischen Reise nur in innere Welten. Trotzdem ist hier eine gewisse Vorsicht geboten, denn die Räume sind noch unerforscht und unbedachte Aktionen können in der Realität Folgen haben.
Die meisten Regeln erscheinen so logisch, dass sie oft unbeachtet bleiben, doch das A und O jeder schamanistischen Reise sind die bewusste und achtsame Vorgehensweise.

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Unsere Esel im August 2023


Gegen Ende der andauernden Regenfälle haben wir unsere Esel wieder nach oben ans Haus geholt. Die steile Weide wurde immer glitschiger, Fionn verstauchte sich eine Fessel und zu essen gab’s auch nichts mehr. Mit der neuen Weide am Wald waren wir nicht weiter vorangekommen, da wir bei der Nässe nicht mit Kettensäge, Sense und Erdbohrer arbeiten konnten.
Stattdessen haben wir die Talweide hergerichtet, den Zaun noch einmal kontrolliert und die Esel dann hinuntergebracht.

Wir machten dabei die Probe aufs Exempel unserer Erziehung der letzten Monate. Wir waren nur drei Menschen, hatten sechs Esel und wollten die lange Strecke nur einmal laufen. Also haben wir einen Teil der Esel frei mitlaufen lassen. Das ging überraschend gut. Fionn hatte sich dreimal „verlaufen“, weil seitlich des Weges sooo leckeres Grün war, und musste wieder eingesammelt werden. Dafür war Kalimero so unglaublich brav, dass man fast glauben konnte, einen großen Hund dabei zu haben.

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