Unser Oktober 2022

Es ist sehr mild, geradezu warm. Die Zentralheizung kann daher immer noch ausgeschaltet bleiben. Wie viele andere freuen wir uns sehr über die ungewöhnlich milden Temperaturen, mit denen sich Heizkosten sparen lassen. Auch die Arbeiten im Freien gehen uns leichter von der Hand.

Neben all unseren anderen Verpflichtungen bleibt im Moment nur wenig Zeit, um im Vereinsheim weiter an den Renovierungen zu arbeiten. Doch immerhin haben wir im Baustellenteil des Gemeinschaftsraums bereits wieder Strom. An der Wandseite zur Straße fehlt nur noch ein wenig Putz, dann können wir dort direkt mit Kalkfarbe streichen.

Auf dem Hof haben wir den großen Pavillon nun abgebaut. Wir trennen uns nur ungern ihm, denn darunter hatten wir das ganze bisherige Jahr über einen gemütlichen Platz. Doch so langsam ist es Zeit, ihn für den Winter einzulagern. Es fühlt sich bereits ein wenig wie ein endgültiger Abschied von diesem Jahr an.
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Unser September 2022

Den September haben wir vorrangig genutzt um uns auf den Winter vorzubereiten. Wie viele andere Menschen in Deutschland auch müssen wir uns Gedanken über Möglichkeiten zur Einsparungen bei den Heizkosten machen. Unser Haus wird sehr unterschiedlich geheizt. Wir haben sowohl Einzelöfen, als auch Heizkörper, die über eine Gastherme mit Wärme versorgt werden. Dazu haben wir uns alle im Gemeinschaftsraum zusammengesetzt und die Köpfe rauchten bei unseren Überlegungen. Wir planten und diskutierten und haben dadurch verschiedene umsetzbare Ansätze entwickelt. Durch zusätzliche Vorhänge sollen beheizte und kühlere Bereiche im Haus voneinander getrennt werden, durch Isolierungen der Heizleitungen und weitere Dämmplatten an der Decke des Kellers soll der Wärmeverlust im wahrsten Sinn des Wortes eingedämmt werden. Wir diskutierten auch über eine Absenkung der Temperaturen in den Wohnungen und Wege um noch relativ günstig an Brennholz und Briketts zu kommen. Für die Übergangszeit haben wir außerdem Elektroradiatoren und spontan drei Infrarotheizungen angeschafft. Mit dieser Verteilung versuchen wir die Kosten und den Arbeitsaufwand so niedrig wie möglich zu halten. Trotzdem müssen wir damit rechnen, dass unsere Heizkosten sich verdoppeln.
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Unser August 2022


Unser Vereinsheim ist ein altes Haus und wir renovieren es nach und nach in Eigenleistung. Vor allem an Dämmung und moderner Heizung fehlt es. Wir haben erst vor kurzem eine neue Gastherme bekommen, doch gerade diese ist aktuell extrem unwirtschaftlich. Wir haben daher Ideen gewälzt und Wege recherchiert, um mit den gestiegenen Heizkosten im nächsten Winter zurecht zu kommen.  Wenn ihr also noch irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden ungenutzte Vorhangstoffe aus dickerem Material habt, die sich zur Wärmeisolation eignen, wir nehmen sie sehr gerne.

Wir haben den Zaun auf unserem Grundstück um die sogenannte „Hausweide“ herum entfernt. Die Winterweide unserer Esel soll einen neuen, festeren Zaun bekommen und eine etwas kleinere Fläche.
Der Eselstall bekommt gerade seine jährliche Reinigung. Wir räumen dazu die Stallmatten hinaus um dann den Stall mit dem Kärcher blitzblank zu putzen. Nach dem Trocknen werden die Wände frisch mit Kalkfarbe gestrichen. Auf den Boden streuen wir eine frische Schicht Kalkmehl und legen dann die ebenfalls gereinigten Matten wieder auf. So haben wir dann alles fertig vorbereitet, damit bereits jetzt für den Winter alles wieder hygienisch und sauber ist. „Unser August 2022“ weiterlesen

Unser Juni 2022

Es war an der Zeit unsere Renovierungsarbeiten im Haus ein gutes Stück weiter voran zu bringen. Ein befreundeter Handwerker besuchte uns für zwei Wochen mit seiner Familie. Eines der Projekte, bei denen er uns sehr geholfen hat war das korrekte Anbringen einer abgehängten Decke,  So kamen Fachwissen, Routine und fleißige Helfer zusammen. Und ja: Endlich haben wir keine Plastikfolie mehr über dem gemeinsamen Esstisch hängen!
Die Wände rundherum haben wir im Arbeitsschwung gleich mit renoviert und einen Teil der  Elektrik erneuert.
Jedes abgeschlossene Teilprojekt motiviert uns. Wenn wir vor uns sehen, was wir gemeinsam geleistet haben. Denn insgesamt geht es recht langsam voran. Immerhin haben wir neben unserer Arbeit nur die Freizeit um wild werkeln durchs Haus zu springen. Und wir können euch sagen: Hier ist wirklich sehr viel zu tun!

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Unser Mai 2022

Am Sonntag den 16. Mai, zum fünften Vollmond des Jahres, feierten wir eines unserer Hauptfeste, das Brauchtumsfest Beltane.

Im Zuge der Vorbereitungen, die unter anderem das Bereitstellen des Festholzes beinhaltete haben wir gleich auch das bereitliegende Holz sortiert, das demnächst für den Bau des neuen Eselunterstand gebraucht wird. Dabei fiel praktischerweise einiges an Brennmaterial für das Festfeuer ab.

Nach den Anstrengungen war es dann endlich soweit: Wir feierten zusammen als Gemeinschaft auf unserem Hof. Das Feuer brannte die ganze Nacht hindurch. Auf Schaffellen saßen wir gemütlich beieinander und es entwickelten sich spannende Gespräche im Feuerschein. Dabei sangen und scherzten wir miteinander und genossen die schöne Feststimmung.

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Unser April 2022

Diesen Monat haben wir es endlich geschafft, uns um viele bisher liegengebliebene Arbeiten zu kümmern. Unterhalb vom Schuppen, bei der Eselweide ist nun das ganze dort bisher durcheinander gelagerte Holz entsprechend sortiert und ordentlich verräumt. Dadurch ist jetzt erst richtig sichtbar, wie breit der Weg tatsächlich ist. Dies ist in mehrfacher Hinsicht gut für uns: Es sieht nicht nur hübscher und ordentlicher aus, es ist auch komfortabler und angenehmer wenn wir den an der Weide entlang führenden Weg begehen.

Im unteren Bereich des Anwesens haben wir eine Benjes-Hecke angelegt. Eine solche Totholzhecke besteht aus zwischen Pfosten locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Mit der Zeit wird das Holz langsam verrotten und verschiedenste Gewächse die Anhäufung durchdringen. Der dadurch entstehende stabile lebendige Wall soll zukünftig verschiedensten Wildtieren Unterschlupf bieten. „Unser April 2022“ weiterlesen

Unser Dezember 2021

Die Arbeiten im Gemeinschaftsraum gehen Stück für Stück voran. Der Boden ist größtenteils verlegt und bereits mit der ersten Schicht Öl eingestrichen. Wenn diese trocken ist, wird geschliffen und wieder geölt. Und dann nochmals. Der Boden wird dadurch extrem stoß- und kratzfest und ist somit auch viel leichter zu reinigen.


Jeder Tag ist auch ein Eseltag. Morgens und abends steht die Fell- und Hufpflege an. Der Stall und die Stehflächen werden täglich gereinigt und frisch eingestreut, was bereits deutliche Verbesserungen an den Eselhufen gezeigt hat. Im Offenstall war das so nicht möglich.
Die Esel fressen pro Woche 1 1/2 Heuballen was circa 1200 kg Heu entspricht. Ich finde, das ist eine ganze Menge. So klein, wie solch ein Ballen auf den Feldern aussieht, ist er aus der Nähe nämlich nicht. Dafür haben wir extra einen Heuwagen mit Schwerlasträdern gebaut. Dieser hat sich schon bewährt, wir können damit besser mit den schweren Ballen umgehen und diese leichter bewegen.

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Unser November 2021

Der November war eine arbeitsreiche Zeit. Wie wir bereits berichtet haben, müssen wir im großen Gemeinschaftsraum alles komplett umbauen:
Die Küche zieht dort hin wo bisher der Essbereich war. Der Essbereich an die Stelle wo die Sofas standen. Unsere Sofalandschaft schließlich zieht auf den Platz unserer jetzigen Küchenzeile. Da dies nicht alles auf einmal zu bewältigen ist, wird dies von uns stufenweise umgesetzt. Der Bereich mit den Sofas (in den der Essbereich umziehen soll) wurde bereits komplett leer geräumt. So können wir dort bereits den neuen Boden verlegen.

Die alte Eingangstür nach vorne zur Straße hin existiert weiterhin. Dort hatte der Wind oft heftig ins Zimmer gezogen. Die Kante, aus der man Trittstufen zur Straße behelfsmäßig ausklappen konnte, wurde nun mit Beton dicht gemacht. Wir hoffen dass es dadurch nun zugfrei und wärmer wird. Im nächsten Jahr soll dann die komplette Tür ausgetauscht werden.


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Altes Handwerk

Im Bereich der historischen Materialien und Verfahren haben wir mit Kasein‐Wandfarbe experimentiert, diese selbst hergestellt, verschiedene Variationen ausprobiert und beim Renovieren der Werkstatt, eines Lagerkellers und eines Wohnraumes auch verwendet.

Der zweite für uns interessante Werkstoff ist Lehm, der sich reichlich auf unserem Grundstück befindet und schon nach wenigen Spatenstichen frei zur Verfügung steht.  Hier haben wir beim Bau einer kleinen Schwitzhütte schon Erfahrung mit der baulichen Verwendung eines Gemisches aus Stroh und Lehm gewonnen. Für den Ausbau einer Sidhe (Schwitzhöhle) in den Kellerräumen des Haupthauses haben wir zugekauften und teilweise auch fertig angemischten Lehm verwendet. Entstanden sind dabei Decken‐ und Wandverputze sowie ein Stampflehmboden dem noch Korkgranulat beigemischt wurde.

Fachwerkbau ist ein weiteres Thema. Einige der nachträglich eingebauten Zwischenwände im Vereinsheim sind aus einer Balken‐Fachkonstruktion errichtet worden. Mangels Erfahrung und passender Werk‐Einrichtung sind die Balkenverbindungen allerdings „modern“ mit Metallverbindungen hergestellt worden.

Auch alte Haushaltstechniken werden von uns erprobt. „Was Großmutter noch wusste“ sind die Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, Einkochen und Eindicken, Ansatzschnäpse und getrocknete Kräuter mit all dem was aus unserem Gartenbereich zur Verfügung steht.

Auch Salben, Tinkturen, Cremes und Seifen stellen wir immer wieder gerne selbst her, insbesondere Tinkturen aus den uns überlieferten druidischen Kräutern die wir zu Raumsprays verarbeiten.

Historisches

Um einschätzen zu können, wie viel ehrenamtliche Arbeit die Mitglieder in unser Haus gesteckt haben  seht ihr hier eine kleine Bildergalerie aus den Anfängen:

 

 

 

Es hat sich Vieles getan seither, die unterschiedlichsten Bauarbeiten in allen Bereichen hier in einem kleinen Überblick: