Spieltipp

Kamisado – Das Duell der Drachentürme

Es gibt Spiele, die gerade durch ihre Einfachheit bestechen.  Kamisado ist ein solches Spiel. 2009 erschienen (und im selben Jahr als „Best New Abstract Game“ ausgezeichnet worden),  bietet es kurzweilige Strategieduelle für Klein und Groß.

Auf einem schachbrettartigen Spielfeld aus 8×8 Feldern wird mit jeweils 8 weißen bzw. 8 schwarzen Drachentürmen gezogen. Das Ziel ist es,  mit einem der eigenen Türme zuerst die gegnerische Grundlinie zu erreichen. Der eigene Zug kann, sofern der Weg nicht durch einen anderen Turm blockiert wird,  beliebig weit nach vorne in gerader Linie oder diagonal erfolgen, ein „Zurück“ gibt es nicht.
Doch ganz so einfach ist es nicht: Jeder Turm ist mit einem Schriftzeichen in einer der 8 Farben gekennzeichnet, die Spielfelder ebenso. Der eigentliche Clou des Spieles ist die Regel, dass die Farbe des Feldes, auf dem der eigene Turm nach dem Zug zum Stehen kommt, den Turm mit dem der Mitspieler seinen nächsten Zug bestreiten muss bestimmt. Es ist also Taktik gefragt!
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Wesen, Entitäten, Ratgeber und Trickster

Ein wichtiger Bestandteil jeder schamanischen Reise ist die Kommunikation mit Wesen.
Sie sind Teil der Welt/Realität, in der wir uns gerade bewegen und sie haben meist die Antworten nach denen wir suchen. Wer „Zelda“ von Nintendo gespielt hat, kennt das: Du rennst durch die Stadt und jeder erzählt dir etwas. Ob es dir weiterhilft oder nicht, kannst du auf Anhieb noch gar nicht sagen, aber an anderen Stellen sind erhaltenen Informationen hilfreich oder sogar der Schlüssel zum Ziel.
Genau so funktioniert das in den Reisen: Manche Wesen labern nur irgendetwas vor sich hin, andere haben Weisheiten, die wir schon immer wissen wollten oder eben nicht und bei einigen werden wir fündig.

Kommen wir zur Frage, was bedeutet „Wesen“ eigentlich?
Ein Wesen ist alles, was im Kontext WESENTLICH ist, im wörtlichen Sinn. „Wesen, Entitäten, Ratgeber und Trickster“ weiterlesen

Buchtipps zu Märchen



Therapeutischer Ansatz

Märchen als Therapie von Verena Kast


Seit einigen Jahren sind Märcheninterpretationen in der psychotherapeutischen Arbeit – vor allem in der Nachfolge C.G. Jungs – von wachsender Bedeutung. Verena Kast zeigt, dass das Märchen in Symbolen spricht, in denen sich die Erfahrungen von Jahrhunderten verdichtet haben. Im Spiegel dieser Symbole kann man erkennen, dass die eigenen Lebensprobleme eine kollektive existenzielle Entsprechung haben. Verena Kast hat für dieses Buch sieben Märchen ausgewählt und zeigt, wie der Symbolgehalt und die Aussagen dieser Märchen für Menschen, die sich ihr therapeutisch anvertrauten, den Zugang zu ihrer individuellen Problemlage eröffneten und den Weg der Heilung ermöglichten…

Ich empfinde dieses Buch als einen leichten Einstieg in die Thematik, die mit ihrem Bezug zu konkreten therapeutischen Situationen neugierig machen kann. Es ist leicht zu lesen, verständlich geschrieben und bietet erstaunliche Erkenntnisse von Märchen, von denen man dachte sie doch schon genau zu kennen. Weiterführend kann man sich später auch an Eugen Drewermann heranwagen, dessen psychologische und religiöse Deutungen um ein vielfaches tiefer und ausufernder sind und dann den Bogen schlagen zu Autoren, die Märchen als schamanische Initiationsgeschichten betrachten. Oder weiter zu solchen, die Märchen für systemische Analysen verwenden. „Buchtipps zu Märchen“ weiterlesen