Unsere Esel im Juni 2023

Kaum war die regnerische Zeit vorbei, wurde es bei uns trocken. Und dann noch trockener. Wochenlang brannte die Sonne mit immer höheren Temperaturen vom Himmel und es kam kein einziger Tropfen Regen vom Himmel.


Das war gut für Danas Hufabszess, der so schnell und komplikationslos ausheilen konnte. Weniger gut war es für uns beim Hufe auskratzen oder der Hufbearbeitung. Die Hufe der Esel werden bei Trockenheit wie Beton und müssen vor der Bearbeitung erstmal ordentlich nass gemacht werden. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach, mit einiger Zeit Abstand, damit das Horn tief genug durchgeweicht ist. Nur so haben Messer und Raspel eine Chance .


Unser Plan zum Setzen weiterer Zaunpfosten hatte sich dann auch erledigt. Selbst unser guter Erdbohrer nützt in trocken gebackenem Erdboden wenig.
Doch es ist insgesamt gut für unsere Esel, dieses trockene und warme Wetter. Es entspricht viel mehr ihrer Herkunft. Sie verbringen den Tag weitestgehend dösend im Schatten und sind dann nachts munter.


Mitte des Monats war dann endlich auch das Gras ausreichend trocken und ausgeblüht, sodass wir die Herde auf ihre erste Sommerweide bringen konnten. Vorher mussten wir ganz schön arbeiten, mit Sensen und Kettensäge. Ein dicker Ast war im Winter auf den Zaun gefallen, die Zaunlitze war frei zu schneiden und einige Reparaturen am Zaun mussten wir durchführen. Diese Arbeiten haben wir aufgrund der Hitze in den frühen Vormittagsstunden erledigt und gleichzeitig gehofft, dass die Nachbarschaft um die Uhrzeit schon munter war. Denn wir haben ganz schön Krach gemacht.


Das Gras, die Brennesseln und auch die Brombeeren waren bereits unglaublich lang gewachsen. Wir verschwanden beim Arbeiten fast vollständig in einer grünen Wand und freuten uns auf die Gesichter der Esel, wenn sie selbst auch darin stehen dürfen. Sorgen um Überfütterung müssen wir uns zum Glück nicht machen. Die Weide hat lange Wege und ist sehr steil, da trainieren sich die Langohren ein Zuviel an Futter schnell wieder ab. Von unseren Sommerweiden kommen die Tiere zum Winteranfang immer in gut trainierter, schlanker Verfassung wieder nach Hause.
Müssen wir noch erwähnen, dass auch wir nach einem Besuch bei den Eseln gut noch ein Stück Kuchen vertragen können?