Unser Dezember 2023

Wintersonnenwende
Zur Wintersonnenwende haben wir Freunde und Nachbarn eingeladen und an unserer großen, selbstgebauten Tafel gemeinschaftlich den Abend verbracht. Dass es Knoblauchsuppe mit frischem Brot, Ente und zum Nachtisch Zimtparfait zu essen gab, sei nur ganz nebenbei erwähnt. Wir haben schließlich festgestellt, dass die meisten unserer Beschreibungen über unsere Jahreskreisfeste sich um die köstlichen Mahlzeiten drehen, die wir dabei genossen haben. „Die Leser denken bestimmt, wir würden zu den Festen nur essen“.
Die Menge und Auswahl an Speisen zu den Festtagen ist schon seit alters her ein Zeichen für die Gesundheit und Stabilität der Gemeinschaft gewesen. Zu bestimmten Festen wurde dabei auf Fleisch verzichtet, zu anderen gab es besonders viel Obst oder Süßspeisen. Für uns ist das Teil der Tradition der einzelnen Feste, für die Ahnen war es schlicht ein Teil des Lebens, dass es die Lebensmittel nur zu bestimmten Zeiten gab. Und wir essen gerne. Besonders gerne essen wir natürlich lecker und nur zu den großen Festen geben wir dafür auch mehr Geld aus. Außerdem wird gerne schön dekoriert und wir mögen es auch, wenn wir Kerzen oder sogar ein Feuer brennen haben.

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Der Spurenfinder

Buchtipp (und Hörbuchtipp)

Der Spurenfinder von Marc-Uwe, Johanna und Luise Kling

Buchbeschreibung bei Amazon:
»Elos von Bergen war der berühmteste Spurensucher der Verlorenen Provinzen. Er war es, der das Rätsel des Obelisken von Tarnok löste. Er brachte der Gräfin von Oberlinden ihren Greifen zurück. Er fing den Traummörder von Altschwanenberg. Wobei Elos sich nie selbst als Spurensucher bezeichnet hätte. Elos von Bergen war Spurenfinder. Er beliebte zu sagen: Spuren suchen kann ja jeder. Auf das Finden kommt es an.«

Elos von Bergen hat das Spurenfinden eigentlich an den Nagel gehängt, seit ein Fall mit einem nachtragenden Nachtmagier ihn und seine Kinder Ada und Naru fast das Leben gekostet hätte. Darum wohnen die drei nun seit einigen Jahren in Friedhofen, dem verschlafensten Dorf des gesamten Königreichs. Dort arbeitet Elos – sehr zum Leidwesen der Kinder, die sich in dem Kaff unsäglich langweilen – an der Niederschrift seiner zwanzigbändigen Memoiren. Doch dann geschieht ausgerechnet in Friedhofen ein rätselhafter Mord, der den Spurenfinder in den verzwicktesten Fall seines Lebens hineinzieht. Und wenn er glaubt, seine Kinder würden derweil zu Hause bleiben und Däumchen drehen, täuscht er sich gewaltig. „Der Spurenfinder“ weiterlesen

Unsere Esel im Dezember 2023

Unsere liebe Altesse wurde am 1. Dezember 2023 von ihrer Patin erworben. Sie bleibt als Pensionsesel in unserer Herde und wird zukünftig als Therapie-Esel eingesetzt. Altesse hat nun eine wundervolle neue Besitzerin, ihre „Seelenmenschin“, und wir freuen uns sehr darüber. Endlich hat dieser kluge Esel eine Person ganz für sich, erhält schöne Geschenke und wird wundervoll verwöhnt.

In einem der letzten Newsletter haben wir über unsere Einstreu gesprochen. Wir verwenden nun Strohpellets in unseren beiden Eseltoiletten und eine Kompostbrühe, um die Ammoniakumwandlung zu beschleunigen. Leider hat sich nach einigen Wochen herausgestellt, dass diese Kombination nicht ganz ausreicht, insbesondere das kleinere Klo im Innenstall hat starke Dämpfe verbreitet. Nach einiger Recherche haben wir einen Sack gemahlenen Kalkstein bestellt und nach den ersten Tests zwei weitere Säcke hinzugekauft. Wir haben dieses alkalische Pulver gründlich in die bestehende Einstreu eingearbeitet, insgesamt 50 Kilo auf beide Toiletten verteilt. „Unsere Esel im Dezember 2023“ weiterlesen

Rezept Zimtparfait

Zimtparfait ist bei uns im Haus eine der begehrtesten Leckereien, seit ich sie das erste Mal hergestellt habe.
Ich selbst liebe es, seit ich es vor inzwischen etwa 40 Jahren das erste Mal bei der Mutter eines Schulfreundes vorgesetzt bekam. Ich mache es nicht sehr oft, weil es schon einiges an Arbeit macht und außerdem eine pure Kalorienbombe ist.
Rezepte gibt es Viele, die meisten sind gut. Aber es gibt ein paar kleine, spezielle Tricks die ich damals gelernt habe und die meiner Meinung nach ein ganz spezielles Geschmackserlebnis daraus machen.
Dazu gehört das Erwärmen der Zimtcreme in einem Wasserbad und das Verwenden von Sumatra-Zimt.
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Wir im September 2023

Der September stand bei uns seit Bestehen des Vereinsheims im Zeichen der Wintervorbereitung. Wie voll ist der Gastank? Sind alle Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen? Ist die Winterunterbringung der Esel in Ordnung? Müssen die Heizungen nochmal gewartet werden? Ist genug Brennholz für die Holzöfen eingelagert?
Ehrlich, wir haben uns noch nie im September hingesetzt und festgestellt. „Ach, alles ist ja schon erledigt“. Wir haben uns sagen lassen, wer ein altes Haus selbst renoviert, der muss sich an sowas gewöhnen. Weil immer irgendwas dazwischen kommt, oder etwas mehr Arbeit macht als geplant. Oder, wie in den vergangenen Jahren, eine Baumaßnahme um so viel teurer wurde, dass Anderes nicht mehr gemacht werden konnte.
Immerhin, in einem Teil unseres Gemeinschaftsraumes ist die Decke nun sauber verputzt und abgeschliffen worden, dass wir bald anfangen können sie zu streichen. Wir wollen Latexfarbe verwenden, wegen der Dünste vom Kochen und sie mit der Spritzpistole auftragen. Ein Farbspritzgerät für normale Farbe und für Lack hat im Sommer den Weg in unsere Werkstatt gefunden und an anderen Stellen schon gute Dienste geleistet. Wir hatten damit Holzschutzlack auf die meisten unserer Außentüren aufgesprüht und waren wunderbar schnell fertig. „Wir im September 2023“ weiterlesen

Filmtipp

„The magic Flute“ (Die Zauberflöte)

Beschreibung: Der 17-jährige Tim Walker reist von London in die österreichischen Alpen. Mit einem Gesangsstipendium hat er dort die einmalige Gelegenheit, das legendäre Mozart-Internat zu besuchen. Doch sein Studium verläuft ganz anders, als er es erwartet hatte: Er entdeckt ein mysteriöses Portal, das schon seit Jahrhunderten existiert. Als er durch den vergessenen Durchgang geht, landet er in der fantastischen Welt von Mozarts „Zauberflöte“
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Unsere Esel im September 2023



Nachdem die Esel Ende letzten Monats beschlossen hatten, dass es Zuhause am Schönsten ist, haben wir sie erstmal auf der heimischen Koppel gelassen. Das Gras war ausreichend nachgewachsen und wir nutzen die Zeit, sie gut zu pflegen, die Hufe zu bearbeiten und viel Fellpflege zu betreiben.
Dank der noch einmal zurückkehrenden Hitze konnten wir sogar Kalimero das Fell mit milden Shampoo waschen und den beginnenden Filz aus seinem Fell schneiden. Er hat angefangen sein wolliges Babyfell abzuwerfen, das trotz Bürsten Poitou-typisch schnell verfilzt. Unten drunter juckt die Haut und bildet Schuppen von der schlechten Belüftung. Nachdem er trocken und mehrfach gebürstet war, hat er sich sichtlich wohler gefühlt.
Wir haben bei allen unseren Zotteleseln die Erfahrung gemacht, dass ihre Haut unter verfilztem Fell zu Entzündungen und Juckreiz neigt. Das ist einer der Gründe, warum wir sie täglich bürsten. Der Rasseverband schreibt das verfilzte Fell vor, weil es immer schon so war. Doch wir denken, dass der Umstand, dass vor hundert Jahren die Züchter keine Zeit hatten ihre Esel täglich zu bürsten, für die Gesunderhaltung und Pflege unserer Esel kein Kriterium sein kann. Zusätzlicher Vorteil, ist die soziale Komponente am Bürsten. Seit wir das täglich machen, sind besonders unsere beiden Französinnen deutlich vertrauter mit uns. Ihre anfängliche Distanziertheit hat sich völlig aufgelöst. Außerdem nutzen wir das tägliche Bürsten gleichzeitig auch für Erziehungseinheiten. Selbst wenn wir sonst keine Extra-Zeit dafür aufbringen, weil wir mal wieder mit Zaunreparatur oder Sensen beschäftigt sind, haben wir diese täglichen Übungen.

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Schamanisches – Reiseregeln II



Die Regeln im letzten Beitrag betrafen die Vorbereitung zur schamanistischen Reise. Ein Sprichwort sagt „Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete“. In diesem Sinne lege ich diese Schritte jedem Reisewilligen ans Herz.
Nun ist jeder Reisende anders, manche benötigen an dieser Stelle eine kurze Pause um inne zu halten oder nochmals zu prüfen ob alles bereit ist und was als Nächstes kommt. Jetzt wäre dafür der beste Zeitpunkt.

Heute geht es um den Beginn der Reise, ein komplexer Vorgang, der für den Anfänger den schwierigsten Teil darstellen kann. Bei geübten Reisenden schleicht sich dagegen häufig eine unachtsame Routine ein, die den Verlauf der Reise unbemerkt verändern kann. Beiden können diese einfachen Regeln von heute helfen, den richtigen Eingang zu finden.
– Führe eine rituelle Reinigung durch
– Leite die Trance ein
– Finde das Tor für den Zugang zur Welt und begehe vorhandene Stufen nach oben oder unter
– Durchschreite das Tor „Schamanisches – Reiseregeln II“ weiterlesen

Unsere Esel im März 2022

Endlich geht der Winter zu Ende! Hinter uns liegen ein paar wundervolle, sonnige Tage mit trockenem Wetter. Die Hufe unserer Esel hatten Zeit sich zu regenerieren und fast alle gesundheitlichen Probleme sind gelöst.
Fionns Hautentzündung ist abgeheilt, Altesses Abszess hat sich am Kronenrand geöffnet und heilt nun aus, Soupline kommt prima mit ihren neuen Hufschuhen klar und auch Danas Huf ist wieder in Ordnung. Hurra!

Wir hatten versprochen, in diesem Beitrag genauer auf die Ursachen und Lösungen für Hufprobleme bei unseren Eseln einzugehen.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst Esel zu halten, sollte deren Anspruch an den Untergrund gleich im Voraus mit einplanen. Wenn der Auslauf trocken ist, kann viel Arbeit und vor allem viel Geld für Behandlungen, Mittelchen und Tierarztkosten gespart werden.

Es ist klipp und klar zu sagen, dass unsere lieben Zottel in unseren Breitengraden Exoten sind. Der Esel an sich stammt aus Ägypten, die Poitou-Esel wurden in Südfrankreich domestiziert. Dort haben sie auch heute noch deutlich weniger Probleme mit den Hufen. Dies liegt daran, dass der Boden dort stark kalkhaltig ist. Kalk hält die Hufe trocken und desinfiziert sie gleichzeitig, so dass sich in den Rissen und Rillen des aufgeweichten Hufhornes keine Bakterien in größeren Mengen ausbreiten können. Bakterien lösen das Horn auf, wandern immer tiefer in den Huf hinein, bis sie schließlich im lebenden Gewebe landen. Die Zersetzungsprozesse führen in den Hufen zu Schmerzen, weil für die entstehende Entzündungsflüssigkeit zwischen der harten Hufwand und der Sohle wenig Platz ist. Stellt euch vor, ihr habt eine Blutblase unter dem Fingernagel und müsstet auf diesem Finger herum laufen.

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Das Weltbild der Schamanen – Die Oberwelt

Die Welt des Lichts, die Welt des Erleuchteten, die Welt des Göttlichen, Berater/Helfer/das sog. Höhere Selbst – der innere Wunsch, sich dort aufzuhalten ist so groß, dass sich viele vorstellen, ständig dort zu sein, andere Optionen werden verworfen.

So erstrebenswert der Zugang zu dieser Welt ist, ist sie doch ein Teil des Ganzen, der hilft, die Realtität der Mittelwelt nach dem eigenen Bedarf zu formen , zu verstehen und darin zu wirken. Alles ist darauf ausgerichtet, bewusster zu sein und zu handeln.

Die Wesen dieser Welt geben Hinweise, motivieren oder erklären. Sie zeigen sich als Krafttiere, Engelwesen und andere Lichtwesen, je nach dem kulturellen Weltbild des Reisenden. Auch hier sei gesagt: Es handelt sich ausschließlich um persönliche Anteile, die von einem höheren unbewussten Zustand durch den Kontakt in eine integrierte Betrachtung der Welt wechseln.
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